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öffentliche Verschuldung

Die Entwicklung der öffentlichen Verschuldung von Bund, Ländern und Gemeinden läuft seit 1950 in einer immer steileren exponentiellen Kurve. Bis in die 90er Jahre lief die Entwicklung ganz nah an einer Kurve mit einer jährlichen Steigerung von 10%. Um die Jahrtausendwende gab es durch massive Verkäufe und Privatisierung von öffentlichem Vermögen (z.B. Privatisierung der Telekom) und Versteigerung von UMTS-Lizenzen einen kleinen Aufschub und ein Nachlassen der Steigerungsraten. Inzwischen ist die Schuldenentwicklung wieder fast in die Senkrechte übergegangen und schmiegt sich an eine 9% Steigerungsrate.

Ende 2009 war der öffentliche Schuldenstand: 1.633.000.000.000 €

Quelle: Statistisches Bundesamt, www.destatis.de

Doch das ist noch nicht einmal die halbe Wahrheit, hinzu kommen (nach Zahlen von 2009) noch 1.500.000.000.000 € private Schulden und über 4.000.000.000.000 € Schulden von Unternehmen (ohne Banken).

Verschuldung und Geldvermögen

Quelle: Zahlen www.bundesbank.de, eigene Grafik

Danach gehen nur 25% der Gesamt-Verschuldung auf den Staat zurück, in ähnlicher Größenordnung kommen private Schulden hinzu, den Großteil von 55% tragen die Unternehmen. Schulden bedeuten neben Tilgungsraten (falls überhaupt getilgt wird) Zinsbelastungen. Unternehmen preisen natürlich auch diese Kosten in ihre Preise ein. Wer zahlt's? Die Verbraucher. Wer zahlt die Zinsen der öffentlichen Verschuldung? Die Steuerzahler. Bei den Geldvermögen gibt es ganz andere Verhälnisse. 59% des Geldvermögens haben Private, ein Drittel Unternehmen und nur noch (das war mal mehr) 8% die "öffentliche Hand". Da die Zinsen von den Schuldnern zu den Vermögenden fließen, kann man an dieser Stelle schon ahnen, wer per Saldo von den immens steigenden Schulden profitiert. Aber nur so lange es noch "gut"  geht. "Gut geht" heißt nämlich, dass in zunehmendem Maße öffentliche Haushalte enger werden, Steuern steigen, immer mehr Zinsanteile in Produkten eingepreist und bezahlt werden. Das gilt für den allergrößten Teil der Bevölkerung. Ein kleiner Teil der (Netto-)Vermögenden kann sich mit exponentiellen Steigerungsraten kaum noch vor weiterem Vermögenszuwachs retten.

Aber irgendwann ist bei solchen unnatürlichen Entwicklungen (mathematisch zwangsläufig) die Party vorbei.

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