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Aktualisiert: vor 2 Wochen 4 Stunden

Termine 03/2017

Mi, 10/05/2017 - 00:14
Barcelona, Spanien, 10. bis 14. Mai 2017 „IV International Conference on Social and Complementary Currencies“ Konferenz mit Workshops,
Know-How-Transfer und Vernetzung internationaler Initiativen Mit Beteiligung der HUMANEN WIRTSCHAFT. - - -

Essen, 9. Bis 11. Juni 2017 „Zukunftsgerecht leben – Würde statt Wachstumswahn” – „Fairventure-Konferenz“ u. a. mit Dr. Franz Alt, Marcel Botthof, Hanna Eckart, Prof. Dr. Hermann Ott und Peter Krause. Ort: VHS Essen, Burgplatz 1, 45127 Essen Infos / Anmeldung: https://www.fairventure-konferenz.de - - -

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Sommerkolleg der Drachenreiter 2017 – Holger Kreft

Di, 09/05/2017 - 08:23
Das Wuppertaler Sommerkolleg der Drachenreiter 2017 vom 3. bis 15. Juli 2017 Begeisterung für neue Ideen – Anstoß zu ungewöhnlichen Verknüpfungen - - -

Viele von uns spüren in diesen Tagen ein Unbehagen oder auch schon eine deutliche Sehnsucht nach etwas Anderem. Zunächst sind aber Ungewissheit, Krise, Transformation und Entkopplung Ausdrücke, mit denen unsere heutige Situation im Kleinen wie im Großen immer öfter beschrieben wird. Unser Bildungssystem setzt dem allerdings noch immer wenig entgegen. In solchen Situationen, die Veränderungen erwarten lassen, stellen viele Menschen sich auch die Frage: Wie geht's denn jetzt weiter? - - -

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Einsteigerseminar – Terminhinweis der Redaktion

Di, 09/05/2017 - 08:19
„Wirtschaft und Gesellschaft“ Seminarreihe zur Vermittlung und Erarbeitung von Grundlagenwissen Start am 4./5. November 2017
Folgetermine finden Sie am Ende dieser Mitteilung. - - -

Interessierte jeden Alters erlangen hier das Rüstzeug für die aktive Befassung mit Problemstellungen und Lösungsvorschlägen zum Geld- und Finanzsystem, der
Bodenordnung und weiteren, wichtigen Feldern von Wirtschaft und Gesellschaft. Der Kurs mit Workshop- Charakter wird geleitet von Fritz Andres und Eckhard
Behrens und ist ein Projekt des Seminars für freiheitliche Ordnung e. V. in Bad Boll, an dem der Förderverein für Natürliche Wirtschaftsordnung e. V., Essen und der Lernort Wuppertal, getragen vom Freiwirtschaftlichen Jugendverband Deutschland e. V. mitwirken. Schulungsmaterial, Abschluss-Zertifikat und die Möglichkeit
zum Besuch weiterer Aufbaukurse werden geboten. Die Seminare sind einzeln buchbar oder im Ganzen. Ab Februar 2018 sind weitere aufbauende Seminarwochenenden
geplant.

Die Teilnahmegebühr beträgt pro Seminarwochenende 50,- €, für Schüler und Studenten 25,- €.
Preiswerte Übernachtungen und Verpflegung können am Tagungsort gebucht werden.
Veranstaltungsort: Silvio-Gesell-Tagungsstätte, Schanzenweg 86, 42111 Wuppertal, Nähere Informationen und Anmeldung unter: http://lernort-wuppertal.de
Termine & Themen: 04./05. Nov. 2017 - Das Geld, seine Funktionen und seine Zukunft --- 16./17. Dez. 2017 - Auswirkungen einer Geldreform im Sinne Silvio Gesells
- 13./14. Jan. 2018 -- Die Zukunft der Unternehmensverfassung - - -

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Delegation freut sich auf Barcelona – Redaktion

Di, 09/05/2017 - 08:13
Zwei „Stipendien“ für junge, aktive Geldreformerinnen und Geldreformer
Zur 4. Internationale Konferenz über Sozial- und Ergänzungswährungen vom 10. bis 14. Mai
2017 nach Barcelona fahren Veronica Gnisia aus Freiburg und Haymo von Dahlen aus Jülich - - -

Veronica Gnisia ist 21 Jahre alt und studiert an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg „Waldwirtschaft & Umwelt“. Sie engagiert sich bei der Regionalwährung
„Freitaler“ und ist der Überzeugung, dass mit Hilfe lokaler Währungen Transportwege verkürzt werden können und so ein aktiver Beitrag zu Klimaschutz und -gerechtigkeit geleistet werden kann. Auch die Förderung sozialer Projekte liegt ihr am Herzen. Der globalisierte Kapitalismus habe zu wirtschaftlicher Monokultur auf vielen Gebieten geführt. Komplementäre Währungen könnten zu einem Aufbruch zur Diversität beitragen und resilientere Regionen hervorbringen. - - -

Haymo von Dahlen ist 29 Jahre alt und machte an der TU München einen Master in Maschinenbau und Management. Seine beruflichen Schwerpunkte legt er auf Erneuerbare Energien und Finanzierungsfragen. Die Arbeiten von Helmut Creutz haben ihn dem Thema Geld- und Bodenreform nähergebracht und er sieht diese mittlerweile als das Gebiet an, mit dem er sich intensiv auseinandersetzen möchte. Sein fundiertes Wissen möchte er nutzen, um im Umfeld von Projekten auf diesem Gebiet eine berufliche Heimat zu finden. - - -

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Sind Sie ein Gewinner im aktuellen Geldsystem?

Sa, 29/04/2017 - 16:00

Der Umverteilungseffekt durch Zins und Zinseszins ist im ersten Moment für viele nicht erkennbar. Menschen, die selbst keine Schulden haben, sehen sich häufig außerhalb dieses Mechanismus, da sie ja direkt keine Zinsen bezahlen. Das stimmt so natürlich nicht, denn in allen Preisen des täglichen Lebens stecken die Zinsen der entsprechenden Anbieter. Auch der Staat muss seine Steuern in einer Höhe festsetzen, mit der auch sein eigener Schuldendienst gewährleistet bleibt. Die Höhe des Zinsanteils in den verschiedenen Preisen ist natürlich sehr unterschiedlich und durchaus nicht unumstritten.

Doch Tatsache bleibt: Zinsen müssen erarbeitet werden

Lesen Sie auch: Der Mythos vom "Kleinen Sparer"

„Bedienungsanleitung“ für die eingebettete Kalkulation:

Klicken Sie mit der Maus auf die Eingabefelder und tragen Sie Ihre Zahlen dort ein. Je nach Gerät bzw. Betriebssystem kann es sein, dass Sie statt einem Komma einen Punkt verwenden müssen (bsp.: 3.5 statt 3,5). Wenn Sie mit der Eingabe in einem Feld fertig sind, dann bitte die Eingabetaste betätigen,
oder mit der Maus auf das nächste Eingabefeld klicken.

Beim „Zinsanteil in den Preisen“ (ZiP) rechnen wir mit 33%, die durchschnittlich in den Preisen, Steuern und Gebühren stecken. Namhafte Experten gehen gar von durchschnittlich 40% und mehr in allen Ausgaben inkl. Steuern aus. Sie können aber auch diesen Wert selbst ändern (ganz unten links unter der Tabelle).

Sollte durch versehentliche Fehleingaben die Tabelle nicht mehr richtig funktionieren, laden Sie einfach diese Seite neu.

Prof. Dr. Hubers Vollgeldtheorie – Auf Sand gebaut? – Gero Jenner

Mi, 01/03/2017 - 18:38
Prof. Dr. Hubers Vollgeldtheorie – Auf Sand gebaut? – Buchbesprechung von Gero Jenner - - -

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Termine 02/2017

Mi, 01/03/2017 - 13:41
Wuppertal, 11. bis 12. März 2017 - - -
59. Mündener Gespräche: „Vollgeld – Seine Möglichkeiten und Grenzen“ u. a. mit Johann Walter, Ferdinand Wenzlaff, Dirk Löhr, Michael Kopatz, Ute Sauer. In der Silvio-Gesell-Tagungsstätte in Wuppertal. - - -
http://sozialwissenschaftliche-gesellschaft.de/muendener-gespraeche.html
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Bad Boll, 14. März 2017, 19:00 Uhr - - -
„Zur Bildungspolitik” Vortrag und Diskussion mit Eckhard Behrens im Rahmen der “Bad Boller Gespräche” - - -
Schule der Freiheit, Badstraße 35, 73087 Bad Boll - - -
Infos unter: http://sffo.de
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Auf nach Barcelona – Veranstaltungshinweis

Mi, 01/03/2017 - 13:36
Die HUMANE WIRTSCHAFT fördert zwei junge Geldreform-Aktivisten – Jetzt bewerben - - -

4. Internationale Konferenz über Sozial- und Ergänzungswährungen: Geld, Bewusstsein und Werte für den sozialen Wandel. Barcelona, 10. bis 14. Mai 2017 - - -

Die HUMANE WIRTSCHAFT ist offizieller Medienpartner der Veranstaltung. Wir werden im kommenden Jahr teilnehmen und Beiträge aus dem Umfeld unserer Autoren, Leser und Aktiven fördern.
Es ist geplant für Interessenten, sowohl die Reise, wie auch die Unterkunft zu organisieren. Das Zustandekommen einer solchen Planung hängt vom Grad des Interesses ab. Bitte melden Sie sich, falls Sie an der Teilnahme interessiert sind. Wir informieren Sie über anfallende Kosten. Die Konferenzsprachen sind Englisch, Spanisch und Katalan. Im Rahmen unserer Arbeit im Förderverein wollen wir zwei Teilnehmerinnen oder Teilnehmern die Teilnahmegebühren, sowie Fahrt und Unterkunft in Form eines „Stipendiums“ bereitstellen. - - -

Voraussetzungen: Alter bis maximal 29 Jahre, Interesse auf dem Gebiet der Komplementärwährungen zu forschen und aktiv tätig zu sein. Bereitstellung eines schriftlichen Erfahrungsberichts
zur Veranstaltung und den eigenen diesbezüglichen Zukunftsplanungen. Einsendeschluss: 31. März 2017 - - -

Wir freuen uns auf Eure aussagekräftige Bewerbung mit Beschreibung zur Person sowie zur Motivation. Bitte Bewerbungen schriftlich einreichen bei: - - -

Redaktion HUMANE WIRTSCHAFT - - -
Andreas Bangemann - - -
Schanzenweg 86 - - -
42111 Wuppertal - - -
redaktion@humane-wirtschaft.de - - -

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Eden, wie weiter? – Dietrich Heißenbüttel

Mi, 01/03/2017 - 13:30
Die Obstbau-Genossenschaftssiedlung Eden (s. HUMANE WIRTSCHAFT 06/2016) steht vor Veränderungen. So viel ist klar. Allerdings steht noch nicht fest, in welche Richtung. Und wer darüber entscheidet.- - -

Ob das „Paradies am Abgrund“ steht, wie der Titel in der Kontext Wochenzeitung und in HUMANE WIRTSCHAFT signalisierte, oder ob sich die Obstbau-Genossenschaftssiedlung Eden in Oranienburg im Aufbruch zu neuen Ufern befindet, steht im Moment noch nicht fest. Im Herbst lagen im Oranienburger Rathaus vier Wochen lang die Änderungsanträge für den Bebauungsplan und den Flächennutzungsplan aus. Bisher galt in der ältesten Vegetariersiedlung Deutschlands: Zu jedem Haus gehört ein großes Gartengrundstück mit Obstbäumen und –sträuchern. Die Bewirtschaftung ist Pflicht. Das Haus wird erworben, das Grundstück in Erbpacht vergeben. Im zentralen Teil der Siedlung mit der Schule, dem Genossenschaftshaus und dem ehemaligen Obstverwertungsbetrieb darf eine Geschossflächenzahl (GFZ) von 0,15 nicht überschritten werden, das heißt die Fläche aller Vollgeschosse der auf einem Grundstück stehenden Gebäude darf zusammen nicht mehr als 15 Prozent der Grundstücksfläche betragen.- - -

Vier Punkte sind im Änderungsantrag aufgeführt: In geringem Umfang soll eine zusätzliche Bebauung möglich sein, was auf eine nachträgliche Legitimierung bereits gebauter Garagen hinausläuft. Dafür sollen weniger Gewächshäuser und Wirtschaftsbauten erlaubt sein – was für eine Obstbausiedlung eher merkwürdig anmutet. Ein Teil der Siedlung, genannt „der Keil“, ursprünglich Gemeinland, doch schon zu DDR-Zeiten bebaut, soll Baugebiet werden. Problematisch ist vor allem der vierte Punkt: Im zentralen Bereich der Siedlung soll ein allgemeines Wohngebiet festgelegt und die GFZ von 0,15 auf 0,5 bis 0,8 erhöht werden. Also das Drei- bis Fünffache.- - -
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Brüder im Geiste – J. Ries und S. Padberg

Mi, 01/03/2017 - 13:21
Als die soziale Frage von Freiwirten und Anthroposophen des frühen 20. Jahrhunderts ganz unabhängig voneinander mit jeweils der „Freiwirtschaft“ bzw. der „Dreigliederung des sozialen Organismus“ beantwortet wurde, stellte sich heraus, dass beide Bewegungen „Brüder im Geiste“ waren. Auch wenn es sehr unterschiedliche Brüder waren, gab es doch Gemeinsamkeiten vor allem bei den Themen Geld- und Bodenreform.
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Ein Artikel von Gerhardus Lang aus dem Jahre 2012 skizzierte für die Leser der HUMANEN WIRTSCHAFT die Grundlagen von Steiners Dreigliederung. Rudolf Steiner sah die natürliche Struktur des sozialen Organismus in einer dreigliedrigen Verwebung von Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit mit den drei gesellschaftlichen Teilbereichen Geistesleben, Rechtsleben und Wirtschaftsleben. Dabei sollte sich das Geistesleben, so Steiner, am Prinzip der Freiheit orientieren, das Rechtsleben an dem der Gleichheit und das Wirtschaftsleben an der Brüderlichkeit. Ähnlich wie beispielsweise Herz, Lunge und Leber im Gesamtorganismus des Menschen zwar eng zusammenarbeiten, aber getrennte Funktionen übernehmen, so müssen auch diese drei Glieder der Gesellschaft ihre Aufgaben selbständig wahrnehmen, um im Gesamtorganismus in organischer, natürlicher Weise interagieren zu können. Silvio Gesell benutzte ähnliche Begriffe, wenn er forderte, dass die Wirtschaft „natürlich“ geordnet sein sollte.
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Etwa 100 Jahre nach der Entstehung dieser Impulse sieht sich die Welt durch Stiftungen, Initiativen, Netzwerke, Institute, Seminare, Zeitschriften, Webseiten und Gruppierungen unterschiedlichster Couleur bereichert, die mit diesen Impulsen arbeiten und versuchen sie umzusetzen. Am ersten Dezemberwochenende 2016 hielten die in der „Initiative Netzwerk Dreigliederung“ vernetzten Menschen und Gruppen zum ersten Mal ihr jährliches Netzwerktreffen in der traditionsreichen Silvio-Gesell-Tagungsstätte ab, um gemeinsam darüber nachzudenken, wie sie „Soziale Impulse in der Gesellschaft wirksam werden lassen“ können.- - -

Zur einer einleitenden Podiumsdiskussion am Freitagabend waren Christian Gelleri, Mitbegründer der Regionalwährung Chiemgauer, Falk Zientz, langjähriger Mitarbeiter in der GLS-Bank und Chefredakteur des „Bankspiegels“, dem Printmedium der GLS-Bank sowie Claudine Nierth, Vorstandssprecherin von Mehr Demokratie e. V. eingeladen. Die das Gespräch leitende Fragestellung war, was zum Gelingen sozialer Initiativen beitragen kann. Mit ihren langjährigen Erfahrungen im Hintergrund kam es zu einem lebhaften Austausch mit den Anwesenden. Am nächsten Morgen fand ein „Markt der Initiativen“ statt. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde wurden Tische im Raum aufgestellt und die Teilnehmer, die Material mitgebracht hatten, konnten dieses auslegen. So konnte man von Tisch zu Tisch „flanieren“ und sich im persönlichen Gespräch über die verschiedenen Arbeitsansätze informieren. Zu dieser Idee kam man durch den Umstand, dass bei Treffen oft zu wenig Zeit ist miteinander ins Gespräch zu kommen. Das sollte diesmal anders sein, denn „Vernetzung findet eben immer zwischen Menschen statt“, so der Wuppertaler Stefan Padberg, einer der Moderatoren des Treffens.
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Präsent waren u. a.:- - -

Das Stuttgarter Büro mit Christoph Strawe und der Zeitschrift „Sozialimpulse“. http://sozialimpulse.de - - -

Die Berliner Gruppe um Michael Wilhelmit mit einer pfiffigen Postkartenaktion. - - -

Karl-Dieter Bodack mit verschiedenen Texten und seinem Buch „Sich selbst verstehen – andere entdecken“. - - -

Ulrich Schöne stellte seine Idee eines Dreigliederungsbaus vor, indem Steiners Idee in einem eigens entworfenen Bauwerk eine Heimat finden soll. - - -

Ein großer Büchertisch des „Internationalen Kulturzentrums Achberg“. http://www.kulturzentrum-achberg.de - - -

Die Freunde vom „Institut für soziale Dreigliederung“ Berlin stellten ihre Arbeit vor. http://www.dreigliederung.de - - -

Kurt Wilhelmi vom „Omnibus für direkte Demokratie“ hatte Infomaterial ausgelegt. http://www.omnibus.org/ - - -

Insgesamt war zu spüren, dass der Vernetzungsbedarf groß ist, nicht nur innerhalb der Dreigliederungsorganisationen, sondern auch darüber hinaus. Am Ende des Treffens regte Stefan Padberg an, dass sich eine Dreigliederungsgruppe in Wuppertal gründen soll. Dies ist in der Zwischenzeit geschehen. Es wäre schön, wenn es zu mehr Begegnung und Austausch zwischen den Freiwirten und den Dreigliederern kommen würde. Vermutlich würden beide davon profitieren.

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Geld muss fließen – Steffen Henke

Mi, 01/03/2017 - 12:03
Einerseits laufen in einem Geldsystem hochkomplexe Vorgänge ab. Anderseits gibt es grundsätzliche Fragen, die bei der Verwendung von Geld zu beantworten sind und deren Komplexität überschaubar ist. Zu den wesentlichen Punkten gehört, ob Geld mit einer Umlaufsicherung ausgestattet werden soll.
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Es gibt Anhänger von Lehren, die sich keinerlei Regelwerk wünschen und es dem Markt überlassen wollen, wann und wie sich Geld bewegt. In einem solchen Gefüge würde sich dann ein natürlicher Zins herausbilden. Solche Positionen werden zum Beispiel von der „Österreichischen Schule“ vertreten. Staatliche Eingriffe werden als Störungen mit destruktiven Wirkungen empfunden. Der Markt hätte die selbstheilenden Kräfte, um Verschiebungen zu korrigieren. Keynes betrachtete es später als Fehler, selbst von einem natürlichen Zins gesprochen zu haben.
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Dann gibt es Protagonisten, die den Umlauf des Geldes über einen Zins größer null Prozent steuern möchten. Dies entspricht der Praxis der vergangenen Jahrzehnte, auch, wenn man krisenbedingt in manchen Währungsgebieten mittlerweile mit Einlagenzinsen unter null Prozent arbeitet. Der Wunsch nach steigenden Zinsen wird regelmäßig formuliert.
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Ich verwende absichtlich nicht die Begriffe positiv und negativ für Zinsen der jeweiligen Größe, da uns aus meiner Sicht die Begleitvorstellungen dieser Wörter bei erforderlichen Überlegungen beeinflusst. So wird beispielsweise mit positiv etwas Positives im Allgemeinen verbunden. Doch einem Zins größer null Prozent gerade in entwickelten Industriegesellschaften mit wenig Wirtschaftswachstumspotential und Bergen an verzinslichen Ansprüchen kann ich nichts Positives abgewinnen. Zins und Zinseszins führen zu exponentiellen Wachstumsprozessen. Da jedoch nichts auf der Welt zeitlich unbegrenzt exponentiell wachsen kann, ist der Ausfall gewiss. Leid und Elend sind die Folge.
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59. Mün­de­ner Gesprä­che in Wup­per­tal – Ter­min­hin­weis der SG

Mi, 01/03/2017 - 11:57
59. Mündener Gespräche - am 11. und 12. März 2017 in der Silvio-Gesell-Tagungsstätte in Wuppertal - Terminhinweis der Sozialwissenschaftlichen Gesellschaft
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Auf die Weltwirtschaftskrise von 1929 reagierten die beiden US-Ökonomen Irving Fisher und Henry Simons mit dem Vorschlag eines „100 %-Money“. Durch die Notwendigkeit, Giroguthaben zu 100 % mit Zentralbankgeld zu unterlegen, sollte den Geschäftsbanken
die Möglichkeit genommen werden, „Giralgeld“ auf dem Kreditwege selbst zu schöpfen. Denn in dieser Möglichkeit sahen Fisher und Simons den entscheidenden Treibsatz für die damalige Krise. Zur Versorgung der Wirtschaft mit Geld sollten allein die Zentralbanken berechtigt und natürlich auch verpflichtet sein.- - -
Diesen Vorschlag baute der Soziologe Joseph Huber 1998 in abgewandelter Form zum Konzept eines „Vollgeldes“ aus. Seit einigen Jahren wird er dabei von der Organisation „Monetative e.V.“ unterstützt, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, sein Konzept weiterzuentwickeln und in die wissenschaftliche Diskussion einzubringen, um so zur Überwindung der seit 2008 anhaltenden zweiten großen internationalen Finanz- und Staatsschuldenkrise beizutragen. Eine Vollgeld-Initiative in der Schweiz hat über 100.000 Unterschriften gesammelt, die dort erforderlich sind, um eine Volksabstimmung über die Einführung von Vollgeld herbeizuführen.
Auch auf Island gibt es gleichgerichtete Bestrebungen.
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Die Diskussion über die Notwendigkeit einer Geldreform wird mittlerweile sehr stark vom Vollgeld-Konzept bestimmt. Daneben gibt es auch noch den von Silvio Gesell begründeten Geldreformansatz des Freigeldes, der durch die neuere Negativzinsentwicklung und
die Diskussionen über die Zukunft des Bargeldes wieder an Aktualität gewonnen hat. Eine Synthese beider Geldreformkonzepte könnte eine angemessene Antwort auf die aktuellen Krisenentwicklungen sein.
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Aus der Perspektive des Freigeldes gibt es noch Fragen an die Verfechter des Vollgeldes, über die bei dieser Tagung ergebnisoffen diskutiert werden soll. In den Blick genommen werden sollen auch kritische Vorbehalte, die von keynesianisch orientierten Ökonomen gegen das Vollgeld erhoben werden.
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Und schließlich wollen wir die Frage stellen, ob sog. Kryptowährungen und Online-Bezahlsysteme wie Bitcoin, Paypal & Co. ganz neue Möglichkeiten einer Entgrenzung der Geldschöpfung eröffnen und was ihre Ausbreitung sowohl für das Vollgeld als auch für das Freigeld bedeutet. Gleichzeitig soll diskutiert werden, ob virtuelle Währungen eine Vollgeld- und/oder Freigeld-Alternative
darstellen können.
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Weitere Informationen und Link zur Anmeldung unter: http://www.sozialwissenschaftliche-gesellschaft.de/de/muendener-gespraeche.html

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